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Gesundheit

Vorsicht Zeckenbisse

 Die Stiftung Warentest hat 18 verschiedene Mittel gegen Zecken getestet. Die folgenden drei Mittel wurden für "gut" befunden: 1. Zanzarin Bio-Hautschutz Lotion (nur in Apotheken erhältlich) (wirkt am besten und hält bis zu 6 Std. vor, schützt jedoch nicht gegen  Mückenstiche); 2. Nexa Lotte natur Hautschutz-Milch (wirkt bis zu 6 Std.); 3. Autan Active Lotion (wirkt etwa 4 Std.).

Zecken fallen nicht von den Bäumen, sondern man streift sie von Büschen bzw. Gräsern ab. Anschließend krabbeln sie am Körper hoch  und suchen sich einen besonders gut durchbluteten Platz. Zecken können im Wesentlichen die Infektionskrankheiten "Frühsommer  Meningoenzephalitis (FSME)" und "Lyme-Borreliose" übertragen. Schützende Bekleidung und als Ergänzung die Anwendung eines der  drei genannten Mittel können die Gefahr verringern, von einer blutsaugenden Zecke gebissen zu werden.

Die FSME wird vom Frühjahr bis zum Herbst insbesondere von Zecken übertragen, die es u.a. entlang der ost-schwedischen  Schärenküste, der Alandinseln, Gotland, Öland, Bornholm und der Ostseeküste (östl. Polen bis hoch nach Estland) gibt. Symptome der  Infektion sind grippeähnliche Erscheinungen (Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen), die nach ca. 7-10 Tagen sich bemerkbar machen.  Nach einer weiteren Woche treten Bewusstseinsstörungen, Lähmungserscheinungen auf, die im Koma enden können. Bei 2-3 % der  Infizierten endet diese Art der Gehirnhautentzündung tödlich. Impfung ist möglich, aber nicht immer ohne Risiko.

Die Borreliose kann von jeder dritten Zecke übertragen werden, egal wo sie herkommt. Die Krankheit wird jedoch nicht sofort nach dem  Einstich, sondern oft erst nach Stunden übertragen. Deshalb ist es empfehlenswert, am Ende des Tages den Körper nach möglichen  Zecken abzusuchen, statt darauf zu warten, dass des nachts die blutsaugende Zecke sich durch einen Juckreiz bemerkbar macht.  Symptome dieser Art der Infektion ist die "Wanderröte". D.h. einige Tage nach dem Zeckenbiss rötet sich die Haut rund um die  Einstichstelle ringförmig. Es folgen dann Abgeschlagenheit, Benommenheit, Kopf-, Muskel-, vor allem unerklärliche Gelenkschmerzen  und schließlich eine Gesichtslähmung. Borreliose muss mit bestimmten Antibiotika behandelt werden und zwar mit der stärksten Dosis  und über mindestens 21 Tage. Anderenfalls kann die Infektion chronisch werden.  

Quelle: Udo Beier, DKV-Referent für Küstenkanuwandern

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