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07./08. März 2015  Weser - Ochtum Rundkurs light

Tourenleiter: Olaf Dilling

Light, weil Olaf, Kersten und ich vom BKW den Rundkurs in zwei Tagen anstatt an einem Tag gefahren sind.

Ich bin begeistert, dass so ein Rundkurs überhaupt möglich ist. Ohne Auto kann man eine erlebnisreiche Tour rund um Bremen erleben. Wir haben viel entdeckt: An der Ochtum gibt es ein Überschwemmungsgebiet. Hier kann man weit schauen und viele Wasservögel verweilen dort. Überhaupt sind zurzeit viele Vögel unterwegs. Wir konnten Kranichen beim Fliegen zusehen, haben zwei Eisvögel, viele Enten, Gänse, Singschwäne, Austernfischer, mehrere Störche und zu guter Letzt, kurz vor dem BKW, einen Sperber gesehen. Dank Olaf kann ich die Namen dieser Vögel aufzählen, und so könnt ihr mir auch glauben, dass wir sie auch wirklich gesehen haben. Richtige Schwärme waren teilweise am Himmel. Insgesamt ist die Tour sehr abwechslungsreich.

1. Tag

Wir sind Weser aufwärts über das Weserwehr bis kurz vor die Eisenbahnbrücke gefahren. Rechts in den kleinen Baggersee bis zum Kanuverein der Faltbootwanderer. Dort sind wir ausgestiegen und 1,7 km durch das Gewerbegebiet Dreye immer geradeaus gerollert. Wenn man schon gar nicht mehr glaubt, dass man hier ans Wasser kommt, steht man doch plötzlich vor der Ochtum. Etwas schlammig ist der Einstieg, aber ganz gut möglich. Weiter ging´s zum WSV Fink. Dort hat uns Martha sehr freundlich empfangen und wir durften die Boote über Nacht im Bootshaus lassen.  22 km

Vom WSV Fink erreicht man nach 1,7 km Fußmarsch die Straßenbahn der Linie 8  (Haltestelle Neuenlander str.) und kann so bequem nach Hause fahren und am nächsten Tag dort wieder starten.

2. Tag

Wir fahren die Ochtum weiter, bewältigen 3 Wehre, (eines durch Umtragen,  zwei davon sind mit einer mechanischen Schleuse zu bedienen) bis zum Ochtumsperrwerk.  Dort müssen wir eine längere Strecke umtragen, da das Sperrwerk noch geschlossen ist. Nun geht’s rechts die Weser entlang bis zum BKW.  24 km

Fazit:

Für die Tour muss man ein paar Anstrengungen in Kauf nehmen (Mehrmals umtragen, teilweise an steiler Steinschüttung einsteigen), die aber lohnenswert sind. Wenn man sich gegenseitig hilft, klappt es auch ganz gut.  Notwendig  ist ein Bootswagen mit gut aufgepumpten Reifen, empfehlenswert sind feste Schuhe.

Für Anfang März war die light Version für mich genau richtig, so viel bin ich im Winter nicht gepaddelt. Ich bin auch skeptisch, ob ich im Sommer die ganze Tour an einem Tag paddeln möchte. So war es auf jeden Fall wunderbar. Olaf hat sich beim WSV Fink um die Übernachtung unserer Boote gekümmert, außerdem die Tide perfekt berechnet, sodass wir gut mit auflaufendem Wasser wieder glücklich beim BKW ankamen. Vielen Dank, Olaf!

Weitere Auskünfte für die Tagestour können Olaf, Meike und Marc vom BKW geben, die sind sie im letzten Jahr gepaddelt.

Text: Renate Bucher