Bremen maritim

Faltboottreffen 2008


Bereits zum vierten Mal konnten wir am ersten Juniwochenende zum Faltboottreffen einladen. Diesmal war nicht ganz soviel Zeit für die Vorbereitungen und es konnten auch weniger Vereinsmitglieder helfen. Trotzdem war es wieder eine gute Veranstaltung. Es kamen nicht nicht nur unsere Stammgäste, es waren auch neue Gesichter zu sehen. Die Mehrzahl der Gäste war bereits am Freitag eingetroffen. Traditionell (kann man fast schon sagen) war der Freitagabend mit klönen, feiern und grillen ausgefüllt. Dem Ein oder Anderen mag es schwer gefallen sein, am Samstagmorgen aufzustehen. Diesmal sollte die Tour nicht wie sonst auf der Mittelweser stattfinden, sondern ich wollte einmal die Häfen zeigen. Bremen maritim, sozusagen. Nach dem gemeinsamen Frühstück auf der Terrasse konnte unsere Fahrt nach Hasenbüren und zurück losgehen. Nicht alle wollten mit, aber wir waren dann doch mit 17 Leuten unterwegs. Die Strecke führt an der Stadtmitte Bremens vorbei die Weser abwärts entlang der neu entstehenden Überseestadt, den Häfen und der Industrie. Da man in die Häfen nicht hinein paddeln darf, sieht man nur die Großschiffe an den Stromkajen, leider waren die aber fast alle leer. Beim Sportboothafen in Hasenbüren machten wir eine Stunde Pause, um dann mit auflaufendem Wasser zurück zum BKW zu fahren. Bei der Rückfahrt bezog es sich und hinter uns kamen Gewitter auf. Bis auf Piet und Anke (ein Puffin ist halt nicht so schnell), kamen alle vor dem Gewitter an.Beide konnten aber beim Café Sand anlegen. Abends waren alle dann doch ziemlich geschafft und es wurde ein ruhiger Abend am Grillplatz. Am späten Sonntag vormittag konnten wir die Verkehrszentrale beim Wasser- und Schiffahrtsamt Bremen besichtigen. Wir paddelten zum Bremer Ruder-Verein und legten unsere Boote dort auf die Wiese. Es war noch etwas Zeit bis zu unserem Termin. Seltsamerweise waren wir superpünktlich auf dem Wasser, was daran gelegen haben mag, dass zur Besichtigung der Verkehrszentrale nur die Gäste mitkonnten. Hier wurden wir sehr freundlich empfangen und der NvD erklärte uns die Aufgaben und technischen Einrichtungen der Verkehrszentrale. So sahen wir das revier, welches wir am Tag zuvor gepaddelt hatten, aus der Sicht der Verkehrszentrale. Es war wohl für alle Gäste eine sehr interessante Angelegenheit. Am Nachmittag war noch Flohmarkt, wo ich dann den Herrn Wolff kennengelernt habe, der ganz vorzügliche Faltboothäute zu sehr anständigen Preisen schneidert. Dann löste sich die Veranstaltung so langsam auf, nur wir konnten noch aufräumen.
Wie immer gab es bemerkenswerte Boote zu sehen, z.B. den Vorkriegs-Hammer-Zweier, mit dem Wolfgang und Ilse Vöge so schnell unterwegs waren, oder dem Pax-Wildwasser-Einer von Annette, aber auch dem nagelneuen Pouch-Kurzeiner (von Lutz oder Kalle?)
Es waren wie immer ganz liebe Gäste, die ich gerne nächstes Jahr wieder begrüßen möchte. Mein besonderer Dank geht an Klaus und Sybille Junker, die wie immer die meiste Arbeit hatten, aber auch großen Dank an alle, die geholfen haben und allen Vereinsmitgliedern die mitgepaddelt sind, insbesondere Addi und Waltraud, die trotz ihres Alters manchmal zu schnell für uns sind :-)


Siegmund Schneider

Ps: jetzt suche ich doch wieder Faltbootteile, ist mir doch ein Hammer-Zweier zum Restaurieren zugeflogen. Wegen 8 Spanten und 550 x 86 wohl der Reisezweier von 1954.