Wilde Fahrt auf der Hache


„Stop, rtsrtsrtsrtsrts.... , ...., es reicht noch nicht, rtsrtsrtsrtsrts...., o.k., Nächster.“
Wieder wurde von unserem Sägemeister Marc gerade ein Durchgang geschaffen. Unzählige Male kam die kleine Säge, die eine erstaunliche Wirkung hatte, zum Einsatz. Wir (Marc, Kersten, Ralf, Renate) krochen unter und über Baumstämme, schlängelten uns durch Äste und Gestrüpp, eher wie Dschungeltiere als Paddler einer vermeintlich eher langweiligen Gegend in Nordwestdeutschland. Dazwischen rauschte es immer wieder: Mehrere Schwälle mit Steinen und Schotter drin ließen das Herz höher schlagen, so oder so. (Meins eher vor Angst und Anspannung) Zum Glück war es aber nicht gefährlich, da das Wasser nicht mal kniehoch war, teilweise hätten wir uns noch ein paar Zentimeter mehr dazu gewünscht. Was die Hache zwischen Neubruchhausen und Weyhe an Abenteuer so zu bieten hat, hätte ich nicht für möglich gehalten. Ein bisschen mulmig wurde mir, als wir nach zwei Stunden erst etwa 5 km bewältigt hatten. 24 km hatten wir uns vorgenommen. Je weiter es flussabwärts ging, desto schneller kamen wir aber voran. Trotzdem konnten wir uns nur eine kurze Mittagspause gönnen, da es ja noch recht früh dunkel wird. Ohne Kenterung, ohne Schürfwunden hatten wir alle das Ziel erreicht, nur ein paar Mützen flogen von den Köpfen, die aber alle gerettet wurden. Ich war ziemlich erschöpft, aber auch sehr zufrieden.
Im Urlaub in weiter Ferne kann es kaum interessanter sein. Die Hache ist eine Reise wert, nur viel Zeit und Spaß am Sägen muss man mitbringen.


Renate Bucher
06.02.2011

 

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