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Hammetour im November 2013

Die Hamme grau in grau

Eigentlich nutze ich die Hamme häufiger zum Schlittschuh laufen als zum Paddeln. Tatsächlich war ich in den vergangenen Jahren das eine oder andere Mal an den Tagen auf dem Eis, an denen der BKW eine Fahrt auf der Hamme ausgeschrieben hatte. Aber man lernt aus Missgeschicken und so war die diesjährige Hammetour in den November gelegt worden. Der Tag begrüßte uns 10 Vereinskameraden, die sich zur Hammetour zusammengefunden hatten, dann auch mit einer typischen Novemberstimmung. Das herrschende Hochdruckgebiet bescherte uns Nieselregen bei Laden und beim Entladen der Boote und beim Einstieg an Tietjens Hütte. Der Regen ließ bald nach aber heller wurde es nicht. Wir hatten den Fluss weitgehend für uns allein, keine Torfkähne, Motorboote, nur einige, ebenso wie wir, fast lautlos dahin gleitende Ruderer waren unterwegs. Auch die Tierwelt schien zu schlafen, außer wenigen Enten und Möwen haben wir wohl kein Tier gestört. Kein Wunder, um diese Zeit brütet bei uns kein Vogel mehr und die Rastvögel scheinen längst in den Süden abgereist zu sein (würde ich jedenfalls gern machen). Die Hamme strömte uns auf unserem Weg zum Gasthaus Schameika leicht entgegen, sodass wir gefühlt stundenlang unterwegs waren. Während es bis Neu Helgoland noch einige Abwechslung durch Kurven, überhängende Bäume und die schöne alte Eisenbahnbrücke gibt, erwartet uns auf den letzten 6km bis Schameika ein eher gerader und doch ziemlich eintöniger Flussverlauf. Umso schöner war es dann, in der freundlich gestalteten Gaststube des Schameika bei deftigem Essen und interessanten Gesprächen die Mittagspause zu verbringen. Irgendwann mussten wir aber wieder auf´s Wasser. Unsere Hoffnung auf Stromunterstützung fast vergeblich, die Hamme strömte kaum noch, also hieß es gegen das zähe Wasser anzupaddeln. Jetzt nach der Mittagspause waren an den Ufern Spaziergänger, teils mit ihren Hunden, unterwegs. Plötzlich ein Geräusch, dass wir nicht einordnen konnten. Es klang so, als würde ein Hubschrauber starten, in Wirklichkeit war es aber ein Schwarm Gänse, die offenbar von einem frei laufenden Hund aufgescheucht wurden. Also sind auch jetzt noch, Mitte November, einige Gastvögel in der Hammeniederung anzutreffen. Bei einsetzender Dämmerung, die uns ja eigentlich den ganzen Tag begleitete, kamen wir wieder an unserer Aussatzstelle an. Eine schöne Novembertour war zu Ende, dank an Kersten für die Organisation.

Detlev Kalter

Mehr Informationen zum Gasthaus Schamaika gibt es hier http://www.schamaika.de

mehr Informationen zum Teufelsmoor gibt es z.B. hier http://www.kulturland-teufelsmoor.de

An der Eisenbahnbruecke

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