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Sand, Kiefern, Schwälle

Neumitgliederfahrt auf der Hunte 2007


Einstieg in WildeshausenUm es gleich vorweg zu sagen: Bei Neumitgliederfahrten kann jede/r mitfahren, Neumitglieder werden aber besonders angesprochen, sich hieran zu beteiligen. So waren wir dann 12 Teilnehmer, die sich am 1. September auf den Weg zur Hunte machten. Da an diesem Tag Werder spielte, wollten wir nicht zu früh zurück sein und so kamen wir erst gehen 11.15 vom Platz. Wir hatten drei PKWs und einen Anhänger voller Boote. Wir fuhren nach Wildeshausen zur ausgewiesenen Einsetzstelle, luden die Boote ab und fuhren mit zwei Autos zu unserem Ziel, der Dehlandbrücke, das ist die Straßenbrücke zwischen Sandhatten und Huntlosen. Unsere Paddelstrecke ist 22 km lang und führt durch eine landschaftlich sehr reizvolle Gegend. Eigentlich sind 22 km für eine Anfängertour ein wenig lang, aber niemand hat sich beklagt. Gegen 13.00 Uhr konnten wir endlich starten. Die Hunte führte leichtes Hochwasser. Die meisten Steine und die ganzen kleinen Schwälle waren verschwunden, dafür gab es gleich unter der ersten Brücke einen ordentlichen Schwall zu überwinden. Wer dass noch nicht kannte, musste seinen Mut zusammennehmen und mit leichtem Gerumpel über die überspülten Steine da durchfahren. Um es vorweg zu sagen, es sollten im Verlauf der Tour noch drei weitere Schwälle folgen. Alle wurden gefahrlos überwunden, niemand ist gekentert. Das ist doch ein schönes Erfolgserlebnis, wenn man mal seine Ängste überwunden hat. Trotzdem ist entsprechende Ausrüstung notwendig, auch auf Kenterungen muss man vorbereitet sein. Die Hunte hat sich ihr Flußbett tief ins Gelände gegraben. Von der Umgebung ist nichts zu sehen. Man sieht nur Laub rechts und links, dann und wann mal eine Sandabbruchkante und Kiefern, wenn man durch Nadelwald fährt. Wer mag, kann ja auch mal die diese Ecke mit dem Fahrrad erkunden, es lohnt sich! Nachdem wir den Schwall unter der Straßenbrücke Dötlingen-Großenkneten passiert hatten, nutzten wir die Gelegenheit zum Üben im stärker stömenden Wasser und zum Kehrwasserfahren. Hunte hinter WildeshausenBald machten wir unsere Mittagspause an einer der dafür ausgewiesenen Stellen. Für die ganze Gruppe war es etwas eng, aber dafür gemütlich. Immerhin spielte das Wetter mit und wir hatten während der ganzen Fahrt keinen Regen, ja man kam sogar ins Schwitzen. Nach ausgiebiger Pause machten wir uns wieder auf den Weg. Vor dem Schwall unter der Brücke Westrittrum-Ostrittrum hatte ich ein wenig Bedenken. Den hatte ich aus früheren Touren in Erinnerung, bin den aber nie gefahren, weil wir hier immer die Tour beendeten. Meine Befürchtungen waren aber gegenstandslos, der Schwall war auf der linken Seite problemlos zu befahren. Offensichtlich ist hier aufgeräumt worden. Mittlerweile machte sich doch die Länge der Tour bemerkbar, es wurde langsam spät. Es galt aber noch ein altes, aufgegebenes Wehr zu überwinden. Jetzt ist hier nur noch eine Fundamentschwelle. Die war zwar beindruckend, aber gänzlich ungefährlich, da ohne Rücklauf. Wie das hier mit weniger Wasser aussieht, vermag ich nicht zu sagen. Während unserer Fahrt begegneten wir zwei jungen Männern im Faltboot, die sich einen heftigen Riss in der Bootshaut zugezogen hatten sowie einer Gruppe junger Mädchen in Begleitung eines Erwachsenen, die in Billig-Kaufhaus-PVC-Booten unterwegs waren und trotz kaum vorhandener Paddelkenntnisse auch heil ankamen. Gegen 18.30 erreichten wir unser Ziel. Jetzt folgte noch die übliche Prozedur mit Autos holen, umziehen, Boote aufladen etc.. Gegen 20.00 waren wir wieder zurück. Die Teilnehmer hat es Spaß gemacht, wir werden diese Fahrt also im nächsten Jahr wiederholen, ev. sogar als Gepäckfahrt über zwei Tage. Auf der Hunte
Siegmund Schneider

Für die Hunte gelten Befahrensregelungen!

Sperrung vom 1. April bis 15 Juni, in der übrigen Zeit Verbot für Boote über 6m Länge und 1m Breite. Zum Ein- und Aussetzen und für Pausen die vorgesehen Plätze benutzen.

 

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