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Lagerfeuertour 2010

Was treibt zwanzig Menschen dazu, bei 10 Grad Minus aufs Wasser zu gehen und zu paddeln? Es muss schon ein besonderes Vergnügen sein, wenn unsere beiden CX nicht nur voll werden, sondern Leute nicht mitkönnen, weil die Boote voll sind!
Wie schon im letzen Jahr war es auch bei der diesjährigen Tour kalt bei schönstem Winterwetter. Nachdem wir die Boote verladen hatten, ging es über winterliche Straßen zur Einsetzstelle an der Achimer Brücke. Gegen 12.00 Uhr waren beide Boote auf dem Wasser. Ringsum stille, tief verschneite Landschaft. Gelegentlich rumpelte eine Eisscholle gegen die Boote. Erstaunlich viele Vögel scheinen an der Weser zu überwintern, jedenfalls begegneten wir immer wieder großen Vogelschwärmen. Die winterliche Weser ist unglaublich schön, so ganz anders als im Sommer, wenn diese Strecke zur Motorboot-Autobahn wird.
In unserem Boot befanden sich einige sangesfreudige Mitpaddler, was zwar zur guten Stimmung beitrug, aber nicht immer zum Paddelrhythmus passte. Von Elke wußte ich ja schon länger, dass sie gerne singt, aber von Heiko kannte ich das nicht. Vielleicht sollte man einen BKW-Chor aufmachen. Nach einer Stunde fröhlich-kaltem Paddelns erreichten wir unsere Pausenstelle. Jetzt schnell das Lagerfeuer anmachen und Glühwein aufsetzen. Pustekuchen, das Lagerfeuer gab's ja noch, Glühwein resp. Kinderpunsch war ja reichlich dabei, alleine der Topf war vergessen worden. Na, dann halt ohne. Zum Glück hatten genug Leute heißen Tee mit. Der wurde freizügig verteilt, ebenso Kekse, Schokolade Würstchen etc. Nach etwa einer dreiviertel Stunde wurde aufgeräumt, das Lagerfeuer gelöscht und die Boote wieder beladen. Jetzt hatten wir noch eine Stunde paddeln bis zur Hemelinger Schleuse vor uns. Vom Ufer her grüßten uns die ersten Spaziergänger. Die Stunde war schnell vorbei, kleine Wettrennen mit dem anderen Canadier brachten die Körpertemperatur wieder nach oben. Als wir die Autobahnbrücke erreichten, überholte uns ein Binnenschiff. Ich rief die Schleuse an und bat um Schleusung in der großen Schleuse. Der Schleusenmeister versprach, uns mit zu nehmen, wenn wir uns beeilten. Was wir dann auch machten, aber das Binnenschiff wollte gar nicht schleusen, sondern machte vor der Schleuse Feierabend. So stand die Schleuse schon auf Grün, wir konnten sofort einfahren und wurden alleine geschleust. Nach kurzer Zeit gingen die Schleusentore auf und wir konnten ausfahren. Jetzt noch ein kleines Stück und nach 22 Km winterpaddeln waren wir wieder beim BKW. Endlich konnte der Glühwein aufgesetzt werden. Schade, dass noch die Autos und der Anhänger abgeholt werden mussten.
Alle Mitpaddler waren mal wieder schön durchgefroren und zufrieden, also nächstes Jahr wieder.
Dann aber mit Topf. Aber woher den dritten 10er nehmen?


Siegmund

Hier ein paar Fotos von Detlev und Elke (wer sonst noch Fotos hat, möge sie mir bitte zukommen lassen).

 

Gruppenfoto

Gefrorene Paddelpfötchen

Ankunft

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