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Die Oder im Mai 2013

Oder Fahrt

09. – 12. 05. 2013

Kersten und ich vom BKW sind mit 18 anderen Paddlern aus sechs verschiedenen Bundesländern mit der 34. Freundschafts- Oder – Verbandsfahrt mitgefahren (Gepäckfahrt). Die Route erstreckte sich von Eisenhüttenstadt bis Schwedt (insgesamt 154 km).

In Eisenhüttenstadt am Bootshaus begrüßte uns gleich ein Biber, der in der Oder schwamm. Unterwegs konnten wir die Biberdämme und den Verbiss an den Bäumen immer wieder mal beobachten. Die Oder hatte Hochwasser und strömte bis Kienitz zwischen 4 und 5 km/h, danach verlangsamt sich die Strömung deutlich. Insgesamt kamen wir in schnellem Tempo, bei meist sonnigem, warmem Wetter, voran. Die Landschaft ist beeindruckend: Die Oder ist hier zwischen 150 m und 200 m breit. Schilf und helle Auenwälder säumen das Ufer. Viele Bäume stehen im Wasser.  Rechts auf der polnischen Seite sind immer wieder Tiere zu sehen: Kühe, Schafe, Pferde, viele Schwäne. Auf der linken deutschen Seite ist bedeutend weniger los: Ein Bussard ist im Baum zu beobachten, ein Graureiher sitzt am Ufer. Viele Vögel sind in der Luft, auch immer wieder Störche. Schiffe sind auf der Oder eine Seltenheit. Auch sieht man kaum Menschen am Ufer. Wir passieren wenige kleine Orte. Hauptsächlich sind wir von einsamer grüner Landschaft umgeben. Das tut gut. Hier könnte man ewig weiterpaddeln. Vor Schwedt  wird es hügeliger, das Schilf verschwindet. Wir zelten jeweils auf sehr schönen Zeltplätzen. Alles ist perfekt, nur die Mücken plagen uns jeden Abend.

Am 3. Abend in Kienitz schlagen wir hinter einer Gaststätte umgeben von blühenden Apfelbäumen unsere Zelte auf. Frühmorgens klappert der Storch und weckt uns. Jeden Abend gibt es interessante Orte zu erkunden: z.B.  Stadtbummel in Frankfurt Oder, Polenmarkt, Wanderung zum Czibor-Berg in Polen etc. Täglich finden wir eine gute Gaststätte.

Es war nett, Paddler aus anderen Vereinen kennen zu lernen. Das Tempo in der Gruppe war recht gleichmäßig. Hilmar Schmidt aus Schwedt hat die Tour sehr angenehm organisiert, es macht Spaß hier mitzufahren.

Den exakten Ablauf der Tour könnt ihr euch unter : www.wassersport-Schwedt.de ansehen.

 

Fazit:

Super Tour mit  faszinierender einsamer, stiller Landschaft, abends Rundgang durch ein Städtchen oder einem Ausflug nach Polen möglich. Tägliche Einkehr in einer Gaststätte möglich – spart Gepäck. Ab Frühjahr: Mückenschutz nicht vergessen!

Kein Umtragen, es gibt 2 Schleusen.

Bootswagen notwendig (Bootstransport vom Ufer zum Zeltplatz in Kienitz)

Aber: Lange Anfahrt: 5 h Autofahrt von Bremen bis Eisenhüttenstadt,  Auto zum Ziel bringen: 2 ½ h Stunden,  3  ¼ h Fahrt zurück mit dem Zug nach Eisenhüttenstadt.

Gute Alternative : Faltboot und Anreise mit dem Zug.

 

Text: Renate Bucher

 

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